Einleitung

Vorwort

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise, wie Unternehmen recherchieren und Entscheidungen treffen grundlegend verändert. Viele finden die benötigten Antworten nicht mehr wie früher über die bestplatzierten Suchergebnisse, sondern nutzen generative KI-Systeme. Diese fassen Inhalte zusammen, filtern sie und führen Quellen an. Dabei achten sie auf andere Merkmale als Suchmaschinen, für die die meisten Enterprise-Marketingteams ihren Content bisher optimiert haben. Unternehmen mit veralteter Web Infrastruktur sollten sich deshalb jetzt damit beschäftigen. Denn wenn Inhalte technisch schwer lesbar, nicht eindeutig zuzuordnen oder schlicht veraltet sind, tauchen sie in KI-Antworten deutlich seltener auf.

Der Wandel trifft die DACH-Region anders als das übrige Europa. Zahlreiche dieser Unternehmen haben ihre Web Infrastruktur bewusst aufgebaut und entsprechende Plattformen nach Kriterien wie Compliance, Governance und Organisationsstrukturen ausgewählt. TYPO3, AEM, Rezolve FirstSpirit und SitecoreAI erfüllen die Aufgaben, für die sie entwickelt wurden, nach wie vor zuverlässig. Das Problem liegt also nicht darin, dass diese Lösungen grundsätzlich die falsche Wahl wären. Die Anforderungen haben sich aber verändert. Die Geschwindigkeit mit der Marketingteams handeln, veröffentlichen, testen und Inhalte anpassen können, ist selbst zu einem Wettbewerbsfaktor geworden.

Bei Webflow betrachten wir diese Entwicklung in vier Bereichen: Inhalt, Technik, Autorität und Messbarkeit. Gemeinsam bestimmen diese Faktoren, wie gut eine Website auf AEO (Answer Engine Optimization) vorbereitet ist. Sie ersetzen nicht alles, was Unternehmen bisher für ihre Sichtbarkeit getan haben. Vielmehr schaffen sie einen Arbeitsbereich, in dem Marketingteams mit der nötigen Geschwindigkeit handeln können, ohne die Governance-Strukturen aufzugeben, die bei DACH-Unternehmen zu Recht einen hohen Stellenwert haben.

Die Teams, die dieses Modell am erfolgreichsten nutzen, arbeiten nicht einfach schneller. Sie vergrößern ihren Vorsprung: Jedes veröffentlichte Kampagnen-Experiment, jede für einen neuen Markt angepasste Content-Variante und jede Seite, die von KI-Systemen zitiert statt übersprungen wird, bringt ihnen in einem dynamischen Wettbewerb signifikante Vorteile gegenüber Unternehmen, die noch auf das nächste Release-Fenster warten.

Dieses Buch basiert auf realen Erfahrungen von Enterprise-Teams in der DACH-Region, die Compliance-Anforderungen, Beschaffungsprozesse, Freigaben durch mehrere Beteiligte und die hohe Komplexität großer Unternehmen bewältigen. Es zeigt offen, wo Webflow funktioniert, wo die Umsetzung schwieriger ist und welche Aspekte den Unterschied machen.

Vorwort

Ich bin mittlerweile seit fast 15 Jahren am Aufbau von Unternehmen beteiligt. Dabei ist mir unabhängig von ihrer Größe immer wieder dasselbe Muster begegnet. Den Marketingteams mangelte es nie an Ideen. Sie wollten Kampagnen umsetzen, Landingpages testen und Geschichten erzählen. Was ihnen fehlte, war häufig eine Möglichkeit, all das unkompliziert zu tun. Aus fast jeder Idee wurde ein Ticket für die Entwicklungsabteilung und aus jedem Ticket ein Platz in einer Warteschlange, in der dann viele gute Einfälle einfach still und leise verschwanden.

Lange habe ich einfach akzeptiert, dass das Web so funktioniert. Wir erstellten unsere Websites mit WordPress oder anderen gängigen Systemen, warteten auf Entwickler und es war normal, dass eine neue Landingpage ein Projekt war und keine Aufgabe für einen Nachmittag. 2019 stieß ich dann auf Webflow. Zum ersten Mal wurde der Weg von einer Idee bis zur veröffentlichten Seite erheblich kürzer. Designer konnten Layouts selbst umsetzen. Marketingteams bekamen die Chance, Projekte eigenständig zu veröffentlichen. Die Website war plötzlich kein Engpass mehr, sondern etwas, das das Team tatsächlich voranbringen konnte.

Diese Erfahrung ist der Grund, warum es magier gibt. Als ich mich vor drei Jahren mit der Frage beschäftigte, was für ein Unternehmen ich als Nächstes gründen möchte, kehrte ich immer wieder zu demselben Problem zurück, das ich schon so häufig beobachtet hatte: Marketingteams mit zu wenig Handlungsspielraum, langsame, teure Agenturen und Freelancer, die gute Arbeit machten, aber eine gesamte Website kaum alleine stemmen konnten. Also entwickelten wir das Angebot, das ich mir als Gründer selbst gewünscht hätte: Ein Team, das dem Marketing die benötigten Design- und Webflow-Kapazitäten ohne lange Wartezeiten bereitstellt. Seitdem haben wir mehr als 100 Webflow-Projekte in der DACH-Region realisiert. Dabei haben wir gelernt, wo unser Ansatz funktioniert, wo es schwierig wird und was nötig ist, um ihn richtig umzusetzen.

Das CMS erweist sich praktisch nie als der eigentliche Engpass. Meistens trägt das Marketingteam die Verantwortung für das Ergebnis, ist bei entsprechenden Maßnahmen aber auf andere angewiesen, die das System bedienen. Deshalb muss jede Änderung übergeben werden. Hinzu kommen kleinteilige Anforderungen an Compliance, Datenschutz und Governance, die vollumfänglich zu berücksichtigen sind. In der DACH-Region bremst diese Trennung Projekte erfahrungsgemäß besonders stark aus.

Mit diesem Buch möchte ich die Ausgangslage ehrlich beschreiben. Ich habe mich mit Marketing- und Digitalverantwortlichen in der gesamten Region unterhalten, die mit Webflow oder anderen Systemen arbeiten. Statt eines Verkaufsgesprächs möchte ich Ihnen hier die tatsächlichen Erfahrungen dieser Nutzer vermitteln. Dazu gehören die Fälle, in denen Webflow eindeutig die richtige Lösung ist, genauso wie diese, in denen die Plattform noch nicht die passende Wahl wäre. KI hat verändert, wie Käufer Antworten finden. Zugleich entwickelt sich das Web damit grundlegend weiter. In Zukunft werden Teams erfolgreich sein, die genauso schnell Inhalte erstellen, veröffentlichen und anpassen können, wie dieser Wandel voranschreitet.

Wenn sich Ihre Website eher wie eine Hindernis als ein Wachstumsmotor anfühlt, ist dieses Buch genau richtig für Sie. Ich hoffe, es hilft Ihnen dabei, Ihre Ideen schneller in die Tat umzusetzen. Denn genau das hat auch die Unternehmen verändert, die ich aufgebaut habe.